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Ich wusste diesmal genauer, worauf ich mich einlasse.

Die TAFEL.RUNDE im Format 02 – so wurde es angekündigt – stellt ein Thema in den Mittelpunkt. Kein Vortrag im klassischen Sinn, aber ein klarer Ausgangspunkt. Ein Gedanke, der in den Raum gestellt wird und von dort aus weitergetragen werden soll.

Das hat mich neugierig gemacht.

Als ich zur Tafel.Runde in Schwerin kam, war die Atmosphäre vertraut – der Tisch, die Menschen, das Ankommen. Und doch lag etwas anderes in der Luft. Eine gewisse Sammlung. Eine gemeinsame Ausrichtung.

Der Abend begann mit einem Impuls. Kein langer Vortrag, eher ein Einstieg. Ein paar Gedanken, die bewusst nicht zu Ende erzählt wurden.
Gerade so viel, dass sie etwas in Bewegung bringen.

Und das taten sie.

Die Gespräche danach waren anders als beim letzten Mal. Fokussierter. Dichter. Man blieb länger an einem Gedanken, drehte ihn, stellte Fragen, widersprach auch mal. Nicht, um recht zu behalten, sondern um weiterzukommen.

Ich habe gemerkt, wie gut es tut, wenn ein Thema da ist, das verbindet – ohne einzuengen.

Man spricht nicht einfach nur nebeneinander her, sondern miteinander auf etwas hin.

Was mir besonders gefallen hat: Der Impuls stand nie im Mittelpunkt. Er war eher ein gemeinsamer Startpunkt. Danach gehörte das Thema allen. Jeder brachte seine Perspektive ein, seine Erfahrungen, seine Zweifel.

Und plötzlich entstehen Verbindungen, die mehr sind als ein nettes Gespräch.

Es geht tiefer.

Ich habe an diesem Abend mehr gesprochen als beim ersten Mal. Vielleicht, weil das Thema mich getragen hat. Vielleicht, weil die Gedanken der anderen mich herausgefordert haben.

Am Ende hatte ich nicht das Gefühl, dass wir „fertig“ sind.
Aber ich hatte das Gefühl, dass wir weiter sind.

Weiter im Denken.
Weiter im Verstehen.
Vielleicht auch ein kleines Stück weiter miteinander.

Ich bin mit einem Thema gekommen.

Und mit vielen neuen Gedanken wieder gegangen.